Textilindustrie Vliesstoffe

Prozessluft-Optimierung und thermische Regelung für Spinnvlies-Anlagen (Spunbond/Meltblown)

Aktualisierung: 2026-02-10

Problemdefinition

Branchenherausforderungen

  • 01 Hoher spezifischer Energieverbrauch (kWh/kg) durch ineffiziente Prozesslufterzeugung
  • 02 Schwankungen in der Filamentkühlung (Quench) führen zu inhomogener Vliesbildung
  • 03 Kritische Anforderungen an die Luftreinheit zur Vermeidung von 'Spinneret'-Verstopfungen

Spezifische Schwachstellen

  • Hysterese bei der manuellen Klappensteuerung der Saugkästen
  • Ungleichmäßige Temperaturverteilung über die Kalanderwalzenbreite (> +/- 2°C)
  • Häufige Abrisse bei hohen Produktionsgeschwindigkeiten durch turbulente Luftströmungen

Analyse des Ist-Zustands

"Einsatz von Radialventilatoren mit Drosselklappenregelung statt Frequenzumrichtern Veraltete PID-Parameter führen zu Schwingungen im Kabinendruck Mangelnde Isolierung der Heißluftkanäle verursacht thermische Verluste"

Leistungsauswirkungen

Energieeinsparung (Lüfter)
≥ 18% gegenüber Drosselklappensteuerung
Luftgeschwindigkeitsabweichung
≤ 1,5% quer zur Maschinenrichtung
Temperaturhomogenität Kalander
± 0,5°C über Arbeitsbreite
Variationskoeffizient (Cv Wert)
< 2,5% (Flächengewicht)
Filterklasse Mindestens ePM1 85% (ISO 16890)
Regelgenauigkeit Druck ± 5 Pa
Prozesslufttemperatur (Meltblown) Bis 300°C
Technische Verifizierung

Diese Lösung wurde von Atlamech Engineering nach folgenden Standards validiert:

Details anzeigen

Technischer Umfang

  • Retrofit der Prozessluftventilatoren auf IE4/IE5-Motoren mit Frequenzumrichtern
  • Implementierung eines Kaskaden-Regelkreises für den Kabinendruck und die Quench-Luftgeschwindigkeit
  • Installation hochauflösender Differenzdrucksensoren und PT100-Temperaturfühler

Compliance-Standards

DIN EN ISO 9092 (Vliesstoffe - Begriffe)
DIN EN 779 / ISO 16890 (Luftfilterung)
Maschinenrichtlinie 2006/42/EG
IEC 60034-30-1 (Wirkungsgradklassen)

Implementierungsstrategie

Phase 1 (Woche 1-2): Bestandsaufnahme mittels Staurohrmessung und Thermografie. Phase 2 (Woche 3-6): Auslegung der Ventilatoren und Simulation der Kanalströmung. Phase 3 (Woche 7): Mechanischer Umbau während geplanter Stillstandszeit. Phase 4 (Woche 8): Inbetriebnahme und Loop-Tuning der Regelkreise.
Wichtigste Liefergegenstände
R&I-Fließschema (P&ID) der modifizierten Lufttechnik
Funktionsbeschreibung der neuen SPS-Bausteine
Abnahmeprotokoll der Luftgeschwindigkeitsverteilung (Traversenmessung)

Beratungsnotizen

Auslegungsgrundlagen

Die Dimensionierung der Luftkanäle muss unter Berücksichtigung der Reynolds-Zahl erfolgen, um laminare Strömungsverhältnisse in der Quench-Zone sicherzustellen. Turbulenzen führen direkt zu Filament-Verschlingungen und Qualitätsverlust.

Sicherheitstechnik

Bei der Integration der neuen Frequenzumrichter ist zu beachten, dass die Sicherheitsfunktion 'Safe Torque Off' (STO) festverdrahtet und unabhängig von der SPS-Software realisiert wird. Für die beheizten Komponenten (Kalander, Die-Heads) ist ein redundanter Überhitzungsschutz gemäß EN ISO 13849-1 vorzusehen.

Wartung

  • Filterwechselintervalle sind dynamisch über den Differenzdruck zu steuern, nicht starr nach Zeit.
  • Regelmäßige Kalibrierung der PT100-Sensoren ist kritisch für die thermische Bindung.

Infrastruktur-Taxonomie

Hochleistungs-Radialventilatoren (backward curved)
Frequenzumrichter mit integrierter PID-Funktionalität
Thermoöl-beheizte Kalanderwalzen
Differenzdruck-Transmitter (4-20mA HART)
Typische Anwendungsmuster: Closed-Loop Quench Air Control SMS (Spunbond-Meltblown-Spunbond) Linien-Upgrade Wärmerückgewinnung aus Abluftströmen

Zusammenfassung der technischen Beziehungen

Verwendete technische Komponenten

IE4/IE5-Motoren mit Frequenzumrichtern, Festverdrahtung

Technische Einschränkungen

Reynolds-Zahl für laminare Strömung, Maximal 300°C

Kern-Optimierungslogik

Kaskaden-Regelkreis

Zusammenfassung der Implementierungsbeispiele

Projekt-Kurzbeschreibung

Optimierung der Prozesslufttechnik und thermischen Regelung in Spinnvlies-Anlagen

Systemmaßstab
Kombinierte Spunbond/Meltblown-Produktionslinie mit Prozesslufttemperaturen bis 300°C und kritischen Anforderungen an die Filamentkühlung (Quench).
Betriebsbedingungen
Kontinuierlicher 24/7-Betrieb unter Reinheitsanforderungen gemäß ISO 16890 (ePM1 85%) zur Vermeidung von Spinneret-Verstopfungen.
Implementierungsbeschränkungen
Veraltete PID-Regelparameter verursachten Schwingungen im Kabinendruck; unzureichende Isolierung der Heißluftkanäle führte zu thermischen Verlusten.

Technisches Wissenscluster

Prozessluft-Management und thermische Regelung in Spunbond- und Meltblown-Anlagen

Technische Optimierung der Prozessparameter Luftgeschwindigkeit, Temperatur und Druck zur Stabilisierung der Vliesbildung, Kontrolle der Filamentdurchmesser und Maximierung der Anlageneffizienz.

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