Kunststoffe und Gummi Spritzgießmaschinen

Thermische Prozessoptimierung und Zykluszeitreduzierung im Spritzgießprozess

Aktualisierung: 2026-02-10

Engineering-Betriebsbedingungen

Topologie: Zentralisierte Master-Steuerung
Ansprechverhalten: Passive mechanische Pufferung

Problemdefinition

Branchenherausforderungen

  • 01 Steigende Energiekosten pro produziertem Teil
  • 02 Thermischer Verzug und Eigenspannungen in komplexen Geometrien
  • 03 Lange Kühlzeiten, die bis zu 70% der Gesamtzykluszeit ausmachen

Spezifische Schwachstellen

  • Laminare Strömungsverhältnisse in den Kühlkanälen führen zu ineffizientem Wärmeübergang
  • Ungleichmäßige Temperaturverteilung (Hotspots) in der Kavität
  • Korrosion und Kalkablagerungen (Fouling) in den Temperierkanälen reduzieren den Kanalquerschnitt

Analyse des Ist-Zustands

"Die aktuelle Reynolds-Zahl in den Kühlkreisläufen liegt häufig unter 2300 (laminar) Temperaturdifferenz ($Δ$T) zwischen Vor- und Rücklauf überschreitet oft 5 K Pumpenleistung der Temperiergeräte ist statisch und nicht an den tatsächlichen Druckverlust angepasst"

Leistungsauswirkungen

Reynolds Zahl
≥ 4000 (Turbulente Strömung)
O E E Steigerung
≥ 5%
Zykluszeitreduzierung
10% - 20% (abhängig von Wandstärke und Material)
Temperaturdifferenz (Δt) Vorlauf/Rücklauf
≤ 2,0 K
Temperiergenauigkeit ± 0,5 K
Maximaler Systemdruck 10 bar (Standard) / 20 bar (High Pressure)
Filterfeinheit Kühlmedium ≤ 50 µm
Technische Verifizierung

Diese Lösung wurde von Atlamech Engineering nach folgenden Standards validiert:

Details anzeigen

Technischer Umfang

  • Hydraulische Analyse und Neuauslegung der Temperierkreisläufe
  • Implementierung von konturnaher Temperierung (Conformal Cooling) wo konstruktiv möglich
  • Integration von frequenzgeregelten Pumpensystemen zur Durchflussoptimierung
  • Installation von digitaler Durchfluss- und Temperaturüberwachung pro Kreis

Compliance-Standards

ISO 20430 (Sicherheit von Spritzgießmaschinen)
EUROMAP 60 (Energieeffizienz von Spritzgießmaschinen)
DIN 16765 (Werkzeuge der Stanztechnik und Spritzgießtechnik)

Implementierungsstrategie

Phase 1 (Woche 1): Thermografie-Analyse und Messung von Durchfluss/Druckverlust am Ist-System. Phase 2 (Woche 2-3): CFD-Simulation der Kühlkanäle und Auslegung der erforderlichen Pumpenkennlinien. Phase 3 (Woche 4): Installation von Verteilerbalken, Sensoren und ggf. Isolierplatten. Phase 4 (Woche 5): Validierungslauf und Feinjustierung der PID-Regelparameter.
Wichtigste Liefergegenstände
Erreichung turbulenter Strömungsverhältnisse (Re > 4000) in allen kritischen Kreisen
Reduzierung der Kühlzeit bei gleichbleibender Formteilqualität
Dokumentierter hydraulischer Abgleich des Werkzeugs

Beratungsnotizen

Hydraulische Grundlagen

Für einen effizienten Wärmeübergang ist der Übergang von laminarer zu turbulenter Strömung zwingend erforderlich. Die Berechnung der notwendigen Durchflussmenge muss auf der Reynolds-Zahl basieren, nicht pauschal auf dem Pumpendruck. Es gilt: Re = (ρ · v · d) / η.

Wartung und Wasserqualität

Um den Wärmeübergangskoeffizienten langfristig zu sichern, ist die Wasserqualität gemäß den Herstellervorgaben der Temperiergeräte einzuhalten. Korrosionsinhibitoren und Biozide sind bei offenen Systemen vorzusehen.

Sicherheitshinweis

Bei Wassertemperaturen über 100°C (Druckwassergeräte) sind verpresste Hochdruckschläuche und redundante Sicherheitsventile zwingend vorgeschrieben. Schnellverschlusskupplungen müssen gegen unbeabsichtigtes Öffnen gesichert sein.

Infrastruktur-Taxonomie

Hochleistungs-Temperiergeräte mit frequenzgeregelter Pumpe
Wärmeschutzplatten zur thermischen Entkopplung von Werkzeug und Aufspannplatte
Reinigungsgeräte für Kühlkanäle (Impulsspülung)
Typische Anwendungsmuster: Retrofit bestehender Mehrfach-Kavitäten-Werkzeuge mit paralleler statt serieller Verschlauchung Einsatz von Variothermer Temperierung für Hochglanzoberflächen Segmentierte Kühlung für Bauteile mit stark variierenden Wandstärken

Zusammenfassung der technischen Beziehungen

Verwendete technische Komponenten

Frequenzgeregelte Pumpensysteme, OPC UA Schnittstelle, Redundante Sicherheitsventile

Technische Einschränkungen

Reynolds-Zahl ≥ 4000, ≤ 2,0 K

Kern-Optimierungslogik

Turbulente Strömungsverhältnisse

Zusammenfassung der Implementierungsbeispiele

Projekt-Kurzbeschreibung

Hydraulische Optimierung und Zykluszeitreduktion in Spritzgießprozessen

Systemmaßstab
Mehrfach-Kavitäten-Werkzeug mit 12 separaten Temperierkreisläufen; Systemdruckanforderung bis 10 bar bei Filterfeinheit ≤ 50 µm.
Betriebsbedingungen
Temperaturdifferenz (ΔT) zwischen Vor- und Rücklauf > 5 K im Ausgangszustand; statische Pumpenleistung ohne dynamische Anpassung an Druckverlustkurven.
Implementierungsbeschränkungen
Reduzierte Kanalquerschnitte durch Fouling und Kalkablagerungen sowie begrenzte Einbauräume für Sensorik im werkzeugnahen Bereich.

Technisches Wissenscluster

Spritzgießmaschinen: Systemarchitektur und Prozesssteuerung

Technische Analyse der Spritzgießmaschinen-Architektur mit Fokus auf Antriebssysteme, prozessgerechte Regelung nach ISO-Standards und werkzeugbezogene Berechnungsgrundlagen für die Kunststoffverarbeitung.

Prozessregelung nach ISO 20468
Implementierung geschlossener Regelkreise für Druck (±0,5 bar), Temperatur (±0,5 °C) und Einspritzgeschwindigkeit zur Prozessstabilisierung.
Schließkraftberechnung und Werkzeugauslegung
Berechnungsmethoden nach VDI 2006 für projizierte Fläche, Kavitätendruck und erforderliche Schließkraft (kN).
Thermische Prozessführung und Zykluszeitoptimierung im Spritzguss

Technischer Cluster zur Analyse der Wärmeübertragungsvorgänge im Spritzgießwerkzeug mit dem Ziel der Reduzierung der Kühlzeit, Steigerung der OEE und Minimierung von thermisch bedingtem Bauteilverzug.

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